Donnerstag, 29. November 2012

#150 Erwartungen.

Ich wurde wegen meinen Wünschen, Erwartungen und Hoffnungen gegenüber des Abnehmens gefragt. Ja hm also ich könnte euch jetzt alle meine Wünsche sagen aber es sind zu viele. Bei mir ist es so, ich habe zwei so Teile in meinem Gehirn und die sagen mir jeweils das Gegenteil. Die eine Stimme sagt mir, dass ich abnehmen muss damit ich glücklich bin. Dass ich es schaffen kann dünn zu sein. Die andere sagt mir, dass ich eine super Figur habe, und doch einfach normal essen soll. Sie erinnert mich daran wie glücklich ich doch früher war. Ohne dieses ganze Abnehmzeug. Wie gern ich doch gegessen habe und wie sehr mir zum Beispiel einfach mal ein Brot mit Nutella abgeht. Die andere Stimme rebeliert. Sie sagt mir, dass ich weiter machen muss, abnehmen muss, dass ich schlecht bin, dass ich ein Loser bin, dass ich nicht essen darf. Das Problem ist, dass ich nicht weiß welcher Stimme ich folgen soll. Esse ich 'normal' bin unglücklich mache mir Vorwürfe usw. Wenn ich nichts esse, bin ich schlecht gelaunt, will essen und viele mich unwohl. Was selbst will und was für mich gut ist, erkenne ich schon lange nicht mehr. Es hört sich vielleicht dumm an aber ich mag meine Krankheit. Ich mag Ana. Sie ist mir wichtig! Trotzdem würde ich gerne einen Mittelweg finden. Abnehmen und mein absolutes Traumgewicht die 40kg erreichen und gleichzeitig doch auch essen, wieder Spaß haben und wieder Menschen an mich ran lassen. Doch das alles geht nun einmal nicht. Ich werde (wenn sich nichts ändert) so wie jetzt weiter leben. Ana als meine Freundin sehen und hungern.
Ob es mein Wunsch ist so zu enden?-Nein.
Ob ich die Hoffnung habe 'gesund' zu werden?-Nein, ich bin noch nicht bereit dazu. Los zu lassen, los zu lassen von Ana, meiner Freundin.
Hopeless girl

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